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The Last of Us am PC: Warum RPCS3 (noch) nicht reicht

Von der · Daten & Methodik

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Ich mache es kurz: The Last of Us trägt im RPCS3-Kompatibilitäts-Wiki den Status „Ingame" — nicht „Playable". Das Spiel startet, rendert, läuft auch eine Weile. Aber durchspielbar im Sinne von „Prolog bis Abspann ohne Showstopper" ist Naughty Dogs PS3-Schwanengesang von 2013 (Metacritic 95) in der Emulation ausdrücklich nicht. Wer mir das nicht glaubt, schaut selbst ins Wiki — die Quelle verlinken wir auch in unserer Kompatibilitäts-Übersicht. Und wer Joel und Ellie 2026 einfach nur erleben will, hat eine deutlich bessere Option. Der Reihe nach.

Die RPCS3-Statusstufen, und wo dieses Spiel hängt

RPCS3 sortiert getestete Titel in fünf Stufen: Nothing, Loadable, Intro, Ingame, Playable. „Playable" vergibt das Projekt erst, wenn ein Spiel komplett mit akzeptabler Performance durchläuft. „Ingame" bedeutet dagegen: Man kommt ins eigentliche Spiel, aber irgendetwas verhindert den sauberen Durchmarsch — Grafikfehler, Abstürze oder Framerates, die in bestimmten Abschnitten einbrechen.

Bei The Last of Us kommt erschwerend dazu, was schon in den Wiki-Notizen steht: hohe CPU-Anforderungen. Selbst die Abschnitte, die laufen, laufen teuer. Das ist ein anderes Kaliber als etwa Demon's Souls, das im selben Wiki als „Playable" geführt wird und zeigt, dass RPCS3 PS3-Schwergewichte durchaus stemmen kann — nur eben nicht dieses.

Warum ausgerechnet Naughty Dog

Die PS3 rechnet mit dem Cell Broadband Engine bei 3,2 GHz, einer Architektur, die lange als unemulierbar galt. Das Besondere am Cell sind seine SPU-Recheneinheiten — und kein Studio hat sie so aggressiv ausgereizt wie Naughty Dog am Ende der Konsolengeneration. The Last of Us erschien 2013, im letzten Lebensjahr der PS3, und holt aus der Hardware Dinge heraus, die ein Emulator Takt für Takt nachbilden muss.

Genau das macht RPCS3 hier so langsam und so fehleranfällig zugleich. Je näher ein Spiel ans Metall programmiert wurde, desto weniger Abkürzungen darf die Emulation nehmen. Bei einem braven Mittelklasse-Titel von 2008 fällt eine ungenaue SPU-Behandlung nicht auf. Bei diesem Spiel schon.

Hilft brutale Hardware?

Nur bedingt. RPCS3 verlangt grundsätzlich starke Single-Thread-Leistung und acht Threads aufwärts — für The Last of Us darf es davon gern das obere Regal sein, ein Ryzen 7 9700X (8 Kerne/16 Threads, Boost 5,5 GHz) spielt da in der höchsten Single-Thread-Klasse unserer Datenbank. Aber hier liegt der Denkfehler vieler Foren-Threads: Geschwindigkeit kauft keine Genauigkeit. Ein „Ingame"-Titel bleibt auch auf der dicksten CPU „Ingame". Er ruckelt nur schneller in den nächsten Glitch.

Wenn du ohnehin einen Emulations-PC planst, hilft dir unser Emulations-Rechner bei der CPU-Wahl — nur eben nicht mit dem Versprechen, dass dieses eine Spiel damit fertig wird.

Die legale Abkürzung: The Last of Us Part I auf Steam

Hier endet die Bastelei, und das meine ich positiv. Seit 2023 gibt es The Last of Us Part I als nativen PC-Port auf Steam — das Remake der PS3-Fassung, mit neuer Grafik, aber derselben Geschichte. Der Launch war damals holprig, das ist inzwischen nachgepatcht; später folgte sogar Part II Remastered auf den PC. Kein Emulator, keine Firmware, keine Grauzone, kein „Ingame"-Roulette.

Ich sage das als jemand, der RPCS3 gern und oft benutzt: Wenn das Ziel lautet „diese Geschichte erleben", ist der offizielle Port in jeder Hinsicht der bessere Weg. Die Emulation des PS3-Originals ist derzeit ein Projekt für Leute, die den Fortschritt von RPCS3 beobachten wollen — nicht für Leute, die ein Spiel durchspielen wollen.

Wenn du RPCS3 trotzdem einrichtest

Völlig legitim, die Faszination verstehe ich. Dann aber sauber: Die PS3-Firmware lädst du als offiziellen Download direkt bei Sony, das ist der vorgesehene Weg. Das Spiel selbst muss von deiner eigenen Blu-ray kommen — Dumps aus dem Netz sind in Deutschland keine Option, daran ändert auch ein gekauftes Original im Regal nichts. Unsere Setup-Anleitung für PS3-Emulation führt durch die Einrichtung.

Und dann nimm als ersten Test nicht The Last of Us, sondern einen „Playable"-Titel wie Demon's Souls. So siehst du, was der Emulator wirklich kann, bevor du dich an seinem härtesten Brocken die Zähne ausbeißt.

Mein Rat in einem Satz: Part I kaufen, spielen, und RPCS3 alle paar Monate einen neugierigen Blick gönnen — irgendwann kippt der Status auf „Playable", so wie es bei vielen vermeintlich hoffnungslosen Fällen vor ihm passiert ist. Bis dahin ist Ehrlichkeit die beste Einstellung.

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