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Beste Nintendo DS Emulatoren: melonDS und das Layout-Problem

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Der Nintendo DS ist mit 154,02 Millionen Geräten der meistverkaufte Nintendo-Handheld aller Zeiten — und am PC-Monitor trotzdem ein Sonderfall, weil zwei Bildschirme plus Touchscreen nicht in das übliche Emulator-Schema passen. Meine Empfehlung vorweg: melonDS. Der Rest dieses Artikels beantwortet die Fragen, die mir zur DS-Emulation immer wieder gestellt werden.

Warum melonDS und nicht DeSmuME?

DeSmuME war über ein Jahrzehnt der Standardname für DS-Emulation, und für viele Spiele tut er es noch. melonDS hat ihn trotzdem als Empfehlung abgelöst, aus zwei Gründen. Der erste ist Genauigkeit: Das Projekt wurde von Anfang an auf präzise Hardware-Nachbildung gebaut, und das merkt man bei den Spielen, die in älteren Emulatoren mit Grafikfehlern oder Timing-Problemen kämpften. Der zweite ist einzigartig: melonDS emuliert das lokale DS-WLAN — du kannst mehrere Instanzen miteinander verbinden und Multiplayer spielen, der damals nur mit zwei Geräten im selben Raum ging. Pokémon-Tausch gegen sich selbst, ohne zweites Gerät: Das bietet sonst niemand in dieser Form.

Aktiv entwickelt wird melonDS auch, unter GPLv3, für Windows, macOS, Linux und Android. Die Konsole selbst steht auf Emulations-Tier 2 — der DS mit seinem ARM946E-S bei 67 MHz plus ARM7-Zweitprozessor ist technisch gut verstanden, die Herausforderung liegt woanders.

Wie löse ich das Zwei-Bildschirm-Problem am Monitor?

Das ist die eigentliche Kernfrage der DS-Emulation, denn hier entscheidet sich der Spielkomfort. Ein DS-Spiel auf einem 16:9-Monitor darzustellen heißt immer: Kompromiss. melonDS bietet dafür mehrere Layouts, und welches passt, hängt brutal vom Spiel ab.

  • Vertikal gestapelt (nativ): beide Screens übereinander, wie am Gerät. Standard für Spiele, die beide Bildschirme gleichwertig nutzen — etwa Zelda-Ableger mit Karte unten.
  • Nebeneinander: nutzt die Monitorbreite besser, fühlt sich aber bei Spielen mit durchgehender Spielfläche falsch an.
  • Ein Screen groß, einer klein (oder ausgeblendet): mein Favorit für die vielen Spiele, bei denen unten nur Menü oder Karte liegt. Der Hauptbildschirm bekommt die volle Monitorhöhe, der zweite hängt verkleinert daneben — per Hotkey tauschbar, wenn das Spiel die Rollen wechselt.

Mein Rat: Layout-Wechsel und Screen-Tausch auf Hotkeys legen und pro Spiel neu entscheiden, statt eine Universal-Einstellung zu suchen. Die gibt es nicht. Bei mir haben sich drei gespeicherte Profile eingependelt — eines für klassische Zwei-Screen-Spiele, eines mit großem Hauptbildschirm für RPGs, eines hochkant für die wenigen Titel im Buchformat wie Brain Training. Das klingt nach Aufwand, ist aber nach einem Abend Einrichtung erledigt und macht den Unterschied zwischen „funktioniert irgendwie" und „fühlt sich richtig an".

Und der Touchscreen?

Maus. Klingt nach Notlösung, funktioniert aber in der Praxis besser als erwartet, weil ein Mauszeiger präziser ist als jeder Stylus. Bei stiftlastigen Titeln wie The World Ends with You ist die Maus dem Original sogar überlegen. Wer auf einem Gerät mit Touchscreen emuliert — etwa einem Android-Handheld — bekommt ohnehin das native Gefühl zurück; der Handheld-Finder listet, welche Geräte für DS-Emulation genug Leistung mitbringen.

Brauche ich BIOS-Dateien?

Nein, nicht zwingend — melonDS läuft auch ohne. Mit BIOS- und Firmware-Dumps von einem eigenen DS steigt die Genauigkeit allerdings nochmal, und einzelne Funktionen verhalten sich originalgetreuer. Die übliche Rechtslage gilt auch hier: Dumps von der eigenen Hardware sind der saubere Weg, alles andere ist es in DE/EU nicht.

Geht das auch in RetroArch?

Ja, melonDS existiert als Core im RetroArch-Ökosystem, was auf Handhelds und dem Steam Deck praktisch ist, wenn dort ohnehin alles über ein Frontend läuft. Am Desktop bleibe ich beim Standalone: Die Layout-Optionen und der lokale Multiplayer sind dort direkter zugänglich, und gerade beim DS sind genau diese beiden Punkte das halbe Erlebnis.

Reicht mein Rechner dafür?

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit: ja. Tier 2 bedeutet, dass die Anforderungen überschaubar sind; ein DS von 2004 bringt keinen modernen PC ins Schwitzen, und auch Mittelklasse-Smartphones schaffen volle Geschwindigkeit. Spannender ist die Frage, wie viel Bildschirm du hast — ein hochkant gedrehter Zweitmonitor ist das dekadenteste DS-Setup, das ich je gebaut habe, und ich bereue nichts.

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